Die Blutegeltherapie
Die Behandlung mit dem Blutegel (Hirudo medicinalis) umfasst eine mehr als 2000jährige Tradition.
Schon 200 v. Chr. beschrieb Nikander von Colophon als erster die Behandlung mit Blutegeln.
Blutegel gehören zur Gattung der Ringelwürmer und leben unter natürlichen Bedingungen in stehenden
oder leicht fließenden Gewässern.
Nachdem Anfang des 19. Jahrhunderts ein wahrer Blutegelboom fast ganz Europa erfasste, drohte sogar
die Ausrottung der Blutegel. Heute werden Blutegel überwiegend in Blutegelfarmen gezüchtet um den
Bedarf zu decken.
Die Wirkung der Blutegel beruht hauptsächlich auf einem Wirkstoff im Speichelsekret der Egel, der
beim Saugen in die Blutbahn gelangt. Dieser Wirkstoff Hirudin hemmt die Blutgerinnung und dadurch
kommt es zu einer 8-12 Stunden andauernden Nachblutung. Desweiteren wurden entzündungshemmende
Eigenschaften des Wirkstoffes nachgewiesen, sowie eine Lymphstrombeschleunigung und einen
entkrampfenden Effekt auf die Blutgefäße.
Mehr Informationen zu den Blutegeln
finden Sie unter www.blutegel.de
